Wo ist meine Zeit?

Ich schreibe auf diesem Blog um mich auszuprobieren. Wenn ich mir etwas vornehme und es dann doch nicht einhalte, dann ist es so. Keiner weiß ja warum ich etwas doch nicht durchziehe. Das weiß nur ich.

Es ist zurzeit schwer für mich das Vorgenommene auch durchzusetzen. Es geht mir mit vielem so.

Ich will wieder Zeit haben raus zu gehen einfach das zu fotografieren was mir vor die Linse kommt, ich will im Zug nicht ständig schlafen müssen, sondern wahrhaftig und real nach draußen schauen können und jede Seite des goldenen Herbstes erleben und lieben können. Ich will jede Seite fotografieren.

Will den Herbst und den Winter in allen Facetten genießen: raschelndes Laub, in Pfützen springen, im Regen tanzen mit einem Regenschirm, den Regen auf meiner Haut spüren, bunte Landschaften sehen, von Tropfen getroffen werden obwohl es nicht regnet, Glühwein schmecken und riechen, heiße Schokoladen mit Rum oder Amaretto, Bratwurst auf Brötchen, abgefrorene Füße und Hände, Mützen und Schals bis ins Gesicht ziehen, sichtbar gewordener Atem, Handschuhe, Raureif, Advendskerzen, weihnachtlich dekorieren, Plätzchen essen und backen, Schnee, Spuren im Schnee hinterlassen, Schneeballschlachten, Schneemänner bauen, Schneehaufen und Salzränder auf den Schuhen, … all das und viel mehr möchte ich spüren und erleben.
Wo ist die Zeit dafür?

Mein neues Projekt: Eine Statistik zu den Kontrolleuren der Deutschen Bahn

Da ich in die Fachhochschule nach Darmstadt, zum Campus Dieburg, regelmäßig mit der Deutschen Bahn pendle kam ich auf die Idee eine eigene Statistik zu führen.

Auf der Strecke nach Dieburg von Mainz, über Groß Gerau und Darmstadt, wird man regelmäßig kontrolliert, wenn’s gut läuft sogar zwei mal pro Fahrt. Das bedeutet manchmal sogar vier mal pro Fahrt.

Während des Übergangs vom SS2011 ins Ws2011/12, kam ich auf die Idee des neuen privaten Projekts. Da ich zu dieser Zeit manchmal meine alte Fahrkarte, damals noch gültig, zeigte. Als die alte dann abgelaufen war, zeigte ich sie immer noch vor. Den Kontrolleur fiel dies nur ganz selten bis eher gar nicht auf. Und das obwohl eine Kommilitonin regelmäßig, mit der gültigen Karte, mit mir fährt..

Der Weg zum neuen Zuhause – Teil 2

Nun stand eine Pause an, aber wieder nur für zwei drei Stunden. Dann ging es wieder weiter. Immer auf Draht nie lange Pausen machen. Man hätte sich ja entspannen können beziehungsweise auch irgendwo mal länger bleiben können.

Von dort fuhr ich wieder mit einem Zug nach Mainz. Diesmal blieb ich dort. Es ging wieder ein Aufzug hoch und eine Rolltreppe wieder runter. Danach fuhr ich einen Berg hoch, puuuh, ganz schön anstrengend. Danach noch eine Querstraße und dann war ich auch schon wieder da. Hinter einem Mehrfamilienhaus fand ich – wie nicht anders zu erwarten – für ein paar Stunden Ruhe.

Danach ging es – wie nicht anders zu erwarten – wieder zum Bahnhof. :) Mit der Bahn fuhr ich wieder nach Oppenheim. Dort fand ich schon mal drei Stunden Ruhe. Danach hieß das Ziel wieder Bahnhof. Der Zug brachte mich dann nach Mainz.

Wieder den Mega-Berg hoch, die Querstraße entlang und dann war ich auch schon bei dem Mehrfamilienhaus von Mittags. Hier durfte ich dann übernachten. Ich glaube, dort habe ich mein neues Zuhause gefunden.

:)

Der Weg zum neuen Zuhause

Vor ein paar Tagen wurde ich aus meinem gewohnten Umfeld in ein neues Zuhause gebracht. Ob ich mein gewohntes Umfeld mochte – kann ich nicht direkt sagen. Ich war auf alle Fälle nicht so einsam, dort waren viele meiner Art. Wir konnten uns über alles unterhalten.

Mein Alltag bestand aus Fahrten zum Bahnhof, dort konnte ich mich mit gleichgesinnten unterhalten. Aber auch Fahrten zu anderen Orten gehörten hin und wieder dazu. Jetzt bin ich seit einigen Tagen nicht mehr dort. Ein neuer Abschnitt meines Lebens hat begonnen, ich denke es hat sich nicht verschlechtert. Vielleicht ist es sogar spannender geworden. Jetzt fahre ich mit der Bahn von der einen in die andere Stadt. Das ist lustig, denn ich komme so sehr viel rum.

Zuerst bin ich nur eine kleine Tour angetreten. Von Guntersblum, meinem Heimatort, mit der Bahn nach Oppenheim. Dort stand ich ein paar Stunden. Danach ging es im Dunkeln, wieder mit der Bahn, weiter nach Wiesbaden. Das war eine unglaubliche Fahrt. Bis Mainz ging alles glatt, Aufzug fahren ist echt spaßig. Aber noch lustiger war das aufwärts Rolltreppe fahren. Dann fuhr der Zug ständig nicht ein – irgendwann kam er. In Wiesbaden ging es einen Berg hoch und schwub fand ich mich in einem Hinterhof neben einer Mülltonne wieder. Dort durfte ich übernachten.

Am nächsten Morgen ging es wieder den Berg runter zum Bahnhof. Mit einer alten klapprigen Bahn bin ich diesmal bis nach Rüsselsheim gefahren. Dort habe ich ganz viele Autos überholt, als Rad war das ganz schön beeindruckend. Dann stand ich da auf einem großen freien Platz. Ganz alleine stand ich dann da, ein paar Autos waren, eine große Straße und ein Teich waren auch da. Schön war, dass die Sonne schien, so konnte ich mich sonnen.

Nach ein paar Stunden ging es wieder zum Bahnhof. Dort kam es mir vor, als wär zu Anfang nicht ganz klar gewesen, wo es hin gehen soll. Ein Zug fuhr ein und fuhr wieder aus. Dann fuhr der nächste ein. Es war wieder solch ein klappriger Zug wie am Morgen. Nach kurzem zögern sollte ich einsteigen. An der Endhaltestelle, Wiesbaden Hauptbahnhof, stieg ich wieder aus. Es ging wieder einen Berg hoch und schwub, da fand ich mich wieder neben der Mülltonne in dem Hinterhof wieder.

Ich kann mir vorstellen, dass ich dort noch ein paar Stunden in meinem Leben verbringen werde, aber mein neues Zuhause ist es noch nicht…

Was kann denn da noch kommen?

Stell dir mal vor, du wirst von den einen oder anderen Freunden „dabbisches und verrücktes Huhn“ genannt. Du hast deinen Tag eigentlich ganz gut gestartet. Eine lustige Rolltreppen-Aktion, die deine Laune erheblich steigert, hattest du am Morgen auch schon. Das lässt doch eigentlich nur auf einen schönen Tag hoffen.

Doch dann hast du nach Wochen das erste Mal wieder ein Englisch-Seminar. Du verplanst dir schon vorher die Sitzung mit Zeitvertreib-Aktionen: komm etwas zu spät, mach etwas länger Pause, geh 10-15 Minuten auf Toilette, iss‘ ein Croissant wie ein Spatz, mache schon mal den ersten Kostümentwurf und dann sind die drei Stunden auch schon fast rum.

Am Ende bist du dann doch pünktlich zum Seminartermin da. Auf den Englisch-Mini-Test hast du dich nur spärlich vorbereitet. Dein Dozent denkt aber gar nicht daran die Sitzung mit dem Test zu starten. Bis du den Test dann zwischen deinen Fingern hast, hast du dir schon drei deiner zehn Finger in einer Toilettentür eingeklemmt und das Knie beim Beine übereinanderschlagen schmerzhaft am Tisch angehauen. Gut, nun hast du den Mini-Test zwischen deinen Fingern. Nach gutem zureden füllst du ihn nach bestem Wissen und Gewissen aus. Dadurch bist du mit deiner Tischnachbarin die letzte, die den Test abgeben wollen. Du bekommst gesagt, dass du den Test tauschen musst, denn ihr korrigiert ihn alle zusammen. Nun haben alle getauscht, außer deine Tischnachbarin und du. Also tauscht du mit ihr. So kannst du ihn quasi noch verbessern. Nach Sinn und Zweck des Ganzen brauchen wir hier nicht suchen.

Anschließend läufst du total ausgehungert in die Mensa. Dort isst du ein Curry-Gericht. Dieses schmeckt gar nicht mal so schlimm. Doch dann setzt sich ein Mensch, der kalten Rauch als Personengeruch immer mit sich rumträgt, neben dich. Diese Person hat sich auch noch eine Wockpfanne mit übel riechenden Pilzen geholt. Mmmmh die Mischung aus kaltem Rauch, übelriechender Wockpfanne und Curry ist seeehr angenehm… ;)

Dir wird richtig schön schlecht und der Tag ist noch nicht mal halb vorbei. Was kann denn da noch kommen? Ich glaub ich will es gar nicht wissen…

Ich wollte nicht zu der werden, über die gelästert wird….

“Suit-Up” war das Motto der gestrigen Geburtstagsparty.

Für die die jetzt nur Bahnhof verstanden haben: Das Motto stammt aus der Serie “How I met your mother”. Suit up, heißt es, wenn Barney Stinson mit seinen Freunden ausgehen möchte. Das bedeutet dann, zieh ein Anzug an.

Passend zum Motto sollten dann die Gäste in Anzügen oder anderen Business Dresses erscheinen.
Ich kleidete mich in eine schwarze Hose, weiße Bluse und einen beige-farbenen Blazer. Um dieses Outfit abzuschließen quälte ich mich in 8 cm hohe Schuhe mit Pfennigabsatz – hier ein bitte wow – schnell noch einen Dutt in die Haare gezaubert und Make up ins Gesicht geklatscht.
Tadaa, fertig war ich.

Aus dem Auto raus, in die Schuhe rein, Brust raus und Bauch rein, Spannung nicht vergessen – sonst wird es so wackelig auf den Schuhen. 4,5 Stockwerke erklomm ich in kurzen schnellen Schritten, trat durch die sich mir öffnende Tür in die Menschenmenge herein – das auch nur im dritten Anlauf, denn eine Klingel war bei der Lautstärke nicht mehr zu vernehmen.

Die männliche Anwesenheit drehte sich schon fast nach mir um. Ein Freund kam gar nicht damit klar, dass ich plötzlich so groß war. Wohl bemerkt ich bin ja so schon nicht so klein– 1,72 m ist in der Frauenwelt nicht klein. Wenn wir in Blickkontakt kamen, zeigte er mir immer per Pantomime, dass es ein großer Unterschied sei und er sich darüber wundere. Ein anderer Freund schaute mich auch sehr verdattert an, aber ich glaube den meisten hat es gefallen.

Für mich war es interessant zu sehen, was 8 cm ausmachen können, was sie bewirken können. Die bewundernden Blicke der Männer zu spüren, die anderen Frauen die sahen, welch Konkurrenz nun in den Raum tritt.

Natürlich habe ich mich auch ganz anders gefühlt, weiblicher – und schwupp, da war er, der Hüftschwung, er passierte direkt viel leichter, so automatisch. Kaum ist man auf solch einer Höhe, nimmt man auch alles ganz anders wahr. Man sieht einen bekannten Raum aus einem anderen Blickwinkel und die bekannten Leute aus einer anderen Höhe.

Obwohl ich mich weiblicher und sehr wohl gefühlt habe, war ich immer auf der Hut. Es sollte ja nix schief gehen, ich durfte nicht ins wanken geraten und musste unbedingt ordentlich laufen. Es gibt nichts schlimmeres als eine Frau sehen, die auf hohe Schuhen nicht laufen kann. Ich wollte nicht zu der werden über die gelästert wird. Ich wollte die sein über die Frauen sagen, wow, guck mal da, die kann aber gut laufen. Okay in dieser Gesellschaft war die Anzahl der Frauen nicht sehr hoch. Aber trotzdem.

Mit zunehmender Uhrzeit und Alkoholpegel wurde es immer schwerer. Auch hier gibt es nix schlimmeres als betrunken auf hohen Schuhen rum zu torkeln, denn dann heißt es wieder, guck mal da, die ist dicht und kann nicht mehr laufen. Aber das man nur angetrunken ist und es dann schwerer wird die Balance zu halten, daran denken die meisten nicht.

Ja, solche Probleme haben Frauen, wenn sie dem männlichen Geschlecht gefallen wollen oder eben passend gekleidet sein wollen. Ca. eine Woche vorher begann ich im Kopf mein Outfit zusammen zu stellen. Welch Komplexe hier entstanden von wegen ich kann nicht auf solchen Schuhen laufen oder ich sehe fett in diesem Blazer aus, fange ich gar nicht erst an, das würde den Rahmen sprengen.

Ein Auszug aus meinen Gedanken…

So, es ist mal wieder soweit. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich sitze hier in der Uni. Der Prof hat doch wirklich die Sonne ausgesperrt, okay die war nur heute Morgen kurz da.

Boar das war voll schön, heute Morgen wurde ich von Sonnenstrahlen geweckt und ich habe sie NICHT verflucht. Das war wirklich richtig cool. Normalerweise verfluche ich sie, denn dann kann ich nicht mehr schlafen. Aber nicht heute Morgen. Ich wurde durch die Sonne wach und hab mir gedacht cooool. Du liegst hier, du hattest einen halbwegs schönen Tag und einen super schönen Abend und jetzt wirst du so geweckt. Sau cool.

Okay aber jetzt ist diese Sonne nicht mehr da, die is bei meinem Sonnenschein in Wiesbaden geblieben. Wäre ich auch mal lieber, aber dann hätte ich eine Hausarbeit schreiben müssen. Irgendwann in einer nicht dokumentierten Stunde habe ich mal für mich beschlossen nie eine Hausarbeit zu schreiben wenn ich es nicht unbeingt muss…

Jetzt sitz ich hier mit meinen Kommilitonen und denke mir maaaanooo, was esse ich jetzt – Aaaah, da is noch was Zuckerguss vom grandiosen Nuss-Nugat Croissant liegen geblieben, oder sind es nicht doch eher Krümel? Ja Krümel dürften es sein. Aber egal. Ab den Finger befeuchtet und auf die Krümel gedrückt und in den Mund damit. Mmmmh, lecker…. Zuckerguss….

Das erinnert mich jetzt an die Szene aus Fluch der Karibik 2 oder 3. Ich weiß es grad wirklich nicht genau. Ich glaub es war 3. Da ist Captain Jack Sparrow am Ende der Welt, ach, klar es war Fluch der Karibik 3. Heißt ja auch “Am Ende der Welt”! Er hat immer einen Stein gesehen und ist so über die Wüstenhänge gelaufen und der Stein ist ihm gefolgt, dann werden es immer mehr und am Ende ist der Stein sogar ein Krebs. Aaah, wenn ich mir jetzt vorstelle das die Zuckergusskrümel zu Krebse werden, dann würd ich sie glaub ich lieber wieder hochwürgen.. Krebse in meinem Magen. aaaah…

Welche Fahrkarte wird der Kontrolleur heute verlangen, sofern er kommt?

05. April 2011

An diesem Tag hab ich für mich persönlich einen neuen Rekord aufgestellt.

In ihrem Revier – dem Öffentlichen Personennahverkehr – wurde ich heute gleich zwei Mail ihr Opfer. Seit Oktober 2010 fahre ich während des Semesters mindestens viermal pro Woche in die FH. Das bedeutet für mich zwei Stunden Bahnfahren mit einmal umsteigen in Mainz – eine Strecke. Der Weg in die FH startet in Rheinland-Pfalz und endet in Hessen. Leider kann ich mit dem Ticket von der Hochschule nicht bis ganz zu mir nach Hause fahren, was für mich bedeutet, ich muss mir ein Anschluss-Semesterticket kaufen. Dies kostet mich im Semester < 100 Euro.  Das wäre alles kein Problem, wenn sich das Ticket auch lohnen würde. Im ersten Semester wurde ich wenn es hoch kommt einmal kontrolliert.

Nun ist mein Anschluss-Ticket schon seit März 2011 gültig und wurde nun schon dreimal kontrolliert. Das ist Rekord!

Dummerweise habe ich erst nach dem ersten Mal einen Test gestartet:
Schaut der Kontrolleur auch auf das Anschluss-Ticket oder reicht ihm quasi auch mein Studentenausweis auf dem kleingeschrieben drauf steht: “Gültig auf allen Linien im gesamten Verbundnetz und in den NVV + VRN Übergangstarifgebieten bereits vom 01.02.2011 bis zum 31.08.2011. Es gelten die gemeinsamen Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen. Nur in Verbindung mit Personalausweis/Pass gültig.”?

Beim ersten Mal habe ich nicht darauf geachtet, aber beim zweiten und dritten Mal schon. Folgendes Ergebnis kam raus: Einmal auf das Semester-Anschlussticket gepocht und einmal nicht.

Aber generell schon dreimal auf der Strecke Mainz – Worms kontrolliert zu werden ist schon neu.

Ein Fehler mit gefühlten vielen Folgen …

Ein Morgen, eigentlich so wie jeder andere auch.
Ich steige verschlafen aus meinem Bett und gehe in langsamen schweren Schritten ins Bad. Mache mich fertig und bereite mir ein Frühstück to go vor. Stelle mir den Kaffee-Becher zurecht, da neben eine Wasserflasche, das Brot, eine Box mit klein geschnittenen Äpfeln und der Zeitung von gestern – Jaaaaaa, ich weiß das ist die Zeitung von gestern, aber wenn ich morgens schon um 06:00 Uhr die Zeitung meiner Familie weg klaue, dann bekomme ich einen heiden Ärger…

Da es mittlerweile so spät geworden ist schnappe ich mir die Flasche, das Brot, die Zeitung und die Äpfel und verstaue sie in meiner Tasche.

Aus’m Haus draußen 3 Straßen schon von zu Hause entfernt, fällt mir auf das ich den Kaffee-Becher daheim stehen gelassen habe. Leider kann ich nicht mehr zurück, denn sonst würde ich meinen Zug verpassen, denn der fährt auch ohne mich. :(
Ich jammere also über meinen vergessenen Kaffee, während ein Freund von mir über ein vergessenes Passwort für irgendwelche Firmendaten jammert das er vergessen hat. Also jammer wir eine Runde zusammen. Da fällt mir auf es könnte doch viel schlimmer sein. Ist doch nur ein Kaffe …

Im Zug denke ich noch, joar ma so ohne Kaffee, da kann ich wenigstens noch gut im Zug schlafen. Aber dann im Bus auf dem Weg zur Uni und auch in der Uni, während der ersten Vorlesung denke ich, maaaannooooo ich will Kafffeeeeeee. Hätte ich ihn nur mitgenommen.
Würde ich dann nicht so verpeilt rumlaufen, nicht fast einschlafen bei der ersten Vorlesung, ….

“…du kannst ALLE nehmen…” -erzähl mir doch was vom Pferd!

Ich war die letzten Tage mit einem Freund unterwegs, gestern waren wir in Kärlich. Leider musste er heute Morgen arbeiten. Was bedeutet, dass er um 8:00 Uhr am Flughafen Frankfurt sein musste. Ich dachte mir das ist ja nicht sooo schlimm, bin ja das frühe aufstehen gewöhnt und wenn ich kann ja im Auto schlafen. Wenn wir dann in der Nähe von Frankfurt sind dachte ich setzt er mich an einem Bahnhof ab, ich fahre nach Hause und schlaf noch ne runde und er geht arbeiten. Easy going with easy plan. Leider kam alles etwas anders…

Wir sind heute früh in Kärlich gestartet, bis hierhin lief alles glatt. Dann war mein Plan, da ich die Nacht so gar nicht geschlafen hatte im Auto zu schlafen. Leider gingen mir mal wieder 1000 Gedanken durch den Kopf. Über das Training am Abend für die Turniere die an stehen, mit einem frisch umgestellten Tanz, über sonstige Blessuren die ich von einer Ultimate Frisbee Session davon getragen hatte und ich mir natürlich in der Nacht ständig irgendwie nochmals angehauen habe, wodurch ich auch nicht schlafen konnte. Außerdem erbot sich mir ein wunderschöner Sonnenaufgang mit Nebel-Schwaden im wodurch ich dann auch ständig etwas abgelenkt war.

Die fahren ja eh ALLE zum Terminal 1

Im Auto haben wir dann abgemacht, dass er mich an einer Bushaltestelle, auf dem Weg zum Terminal 1 absetzt. Am Tor des “Check-In” der Mitarbeiter hat er mich dann “ausgesetzt” und er verschwand durch das “Check-In”-Tor. Da stand ich nun an einer Bushaltestelle und wartete auf den Bus. Ich hatte im Auto noch simple Anweisungen bekommen, “Warte auf den nächsten Bus,  die fahren ja eh ALLE zum Terminal 1, dort musst du dann nur über die Straße in den Regionalbahnhof und dann findest du dich doch wieder allein zurecht, oder?” Ich “ja klar, wenn ich mal da bin, dann ja.”

Ich nahm also den nächsten Bus und kam ca. 3 Haltestellen weit. Hier wurde ich kontrolliert und nach einem Fraport-Ausweis gefragt. Hätte er nur nach einem Ausweis gefragt, hätte ich ihm mein Perso oder sonstige Ausweise gezeigt. Okay einen Fraport-Ausweis hatte ich nicht. “Ich wurde hier ausgesetzt und will nur an Terminal 1, um dann dort in einen Zug nach Mainz zu steigen, um nach Hause zu kommen. Mehr will ich doch gar nicht. Ich will nur nach Hause.” Der Kontrolleur: “Das geht aber nicht mit diesem Bus, der fährt durch das Gelände der Fraport und da werden Sie an jeder Haltestelle nach dem Ausweis gefragt. Bitte steigen Sie aus und nehmen den nächsten, der kommt in ein paar Minuten, der fährt außen rum. Den können Sie nehmen.” – Wie war das noch mal “ALLE fahren zum Terminal 1, ich kann alle nehmen”?

Taxen sind ja besonders freundlich

Der nächste fuhr mich wirklich zum Terminal 1. Aber erst einmal musste ich aus dem Bus kommen. Denn vor dem Bus stand eine Masse an Leuten die alle hier rein wollten. Ich will doch aber raus, dachte ich mir, ok, die werden schon den Anstand haben mich raus zu lassen. -Nein, ich kämpfte mich also durch sich-reindrängende Fahrgäste nach draußen. Dann dappte ich über die Straße – okay ich versuchte es, es war einfach die Hölle los. Ich kam mir vor als wäre die ganze Welt mit dem Auto um 08:30 am Terminal 1. Unglaublich und Taxen sind ja besonders freundlich.

Okay ohne überfahren zu werden kam ich auf der anderen Straßenseite an und versuchte in den Regionalbahnhof zu kommen. Ich sah ihn, aber der Weg den ich nehmen wollte war versperrt “Achtung, Bauarbeiten!” –Toll! Bauarbeiten-Absperrungen ohne Bauarbeiten. Ich, also den nächsten Eingang gesucht und direkt gefunden. Auch hier war an der Rolltreppe Absperrungen. Mir egal, denk ich und lauf runter und direkt in 3 Minuten kam die S8 nach Mainz. Einmal ganz kurz Luftsprünge vor Freude im Kopf gemacht und ab in die S8. Das Ziel: das Heim –es war zum greifen nahe. Während der Zugfahrt noch gebetet das sie auch ja keine Verspätung sich noch einhandelt …

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